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Kelten

Keltischer Ringwall „Hunnenring“

Der Ringwall Otzenhausen, auch „Hunnenring“ genannt, ist eine der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen in Europa. Sie wurde um 400 v. Chr. zunächst als Fliehburg gegründet. Zwei den Berg querende Abschnittsmauern dienten der Abwehr von Feinden. Der dahinter liegende Bergsporn bot reichlich Platz als Zuflucht für Mensch und Vieh. Eine Quelle versorgte die Anwesenden mit lebensnotwendigem Wasser.

Es folgt eine Aufgabe der Burg im 3. und frühen 2. Jh.v.Chr, die vermutlich auf einen Bevölkerungsrückgang zurückgeht.

Mitte des 2. Jh.v.Chr. wird die verlassene Festung von keltischen Siedlern wieder aufgebaut und erneut besiedelt. Im ersten Jahrhundert vor Chr. erfährt die Anlage dann einen Bedeutungsaufschwung hin zum Oppidum, einer stadtähnlichen Anlage. Nun erfolgt auch der Ausbau der Befestigungsanlagen. Es entsteht der Ringwall mit einer, die Stadt komplett umschließenden Wehrmauer. Diese überaus mächtigen Festungsmauern mit bis zu ca. 18m hohen und 25m dicken Mauern machen den Otzenhausener Ringwall zur mächtigsten Festungsanlage, nicht nur des hiesigen Keltenstammes, der Treverer, sondern der ganzen keltischen Welt. Noch heute zeugen zehn Meter hohe und bis 40m dicke Mauerverstürze von diesem einzigartigen Festungsbollwerk.

Im Zuge des bello gallico wird der Hunnenring kampflos aufgelassen. Vermutlich haben sich die entscheidenden Handlungen, die zur Aufgabe der Festung zwangen, außerhalb dieser abgespielt. Sowohl die Siedlung, als auch die Befestigungen verfallen nun zu Ruinen.

Im gallorömischer Zeit ist der ehemalige „Hunnenring“ Standort eines ca. zwei Jahrhunderte genutzten, kleinen Bergheiligtums. Dieses besteht aus mindestens einem Tempelbau, einem Weihebezirk und einem römischen Friedhof.

Die Kelten im Hochwald

Als im 5. Jh. v. Chr. im Gebiet des Schwarzwälder Hochwaldes die keltische Besiedlung durch Angehörige der sog. Hunsrück-Eifel-Kultur einsetzt, sind es die Fürsten von Schwarzenbach, die um 380. v. Chr. den Startschuss zur Errichtung einer Fliehburg auf dem Dollberg bei Otzenhausen geben. Innerhalb weniger Generationen entsteht ein dichtes Netz an Siedlungen, wovon eine Vielzahl an Grabhügeln zeugt.

Die wirtschaftliche Grundlage der Siedler dürfte hauptsächlich in der Landwirtschaft zu suchen sein. Vornehmlich die Viehzucht sollte, aufgrund der vorherrschenden, kargen Böden die Menschen ernährt haben. Die reiche Oberschicht pflegt Handelskontakte bis nach Etrurien. Vor allem metallene Trinkgefäße sind zur Ausübung mediterraner Trinksitten sehr gefragt.

Im 3. und frühen 2. Jh. v. Chr. scheinen sich Teile der hiesigen Bevölkerung den Keltenwanderungen angeschlossen zu haben. Sie führten diese vielleicht sogar bis nach Westanatolien.

Erst in der späten Keltenzeit dürfte die Eisen- und Kupferverarbeitung an Bedeutung gewonnen haben. Momentan steht die Forschung diesbezüglich noch an ihren Anfängen.

Die jetzigen Kelten vom Stamm der Treverer bauen mit Beginn des 1. Jh. v. Chr. den „Hunnenring“ zu einem wirtschaftlichen Zentrum aus. Die nun stadtähnliche Siedlung (Oppidum) wird mit einer Ringmauer zum „Ringwall“ ausgebaut. Von ihr aus werden importierte, römische Produkte in die Region verteilt. Vor allem der aus Südfrankreich importierte römische Wein ist begehrt, aber auch Zuchttiere wie Schweine als Fleischlieferant, Pferde als Reittiere und die Produktion von Mühlsteinen kommen für den Bereich um den Ringwall von Otzenhausen in Betracht. Zugleich werden die Befestigungsanlagen aufgrund herrschender Germanengefahr, später zum Schutz gegen die römischen Invasoren ausgebaut.

Im Zuge des bello gallico verlieren auch die Treverer spätestens um 50 v. Chr. ihre Freiheit. Der Ringwall Otzenhausen wird kampflos den Invasoren preisgegeben. Teile seiner Bevölkerung siedeln sich unweit des „Hunnenrings“ an. Aus Kelten werden nun Gallorömer.

Weitere Informationen finden Sie hier:

www.hochwaldkelten.de

www.verein-keltenwelten.de

www.terrex.online

Info & Buchung

Tourist Info

Anreise

Anschrift
Ringwallstraße 80, 66620 Nonnweiler

Parken

Kostenlose PKW-Stellplätze “Ringwallstraße” / ”Zum Mütterheim” unterhalb des Keltendorfes.

22 kw-Ladesäule mit zwei Ladepunkten.

Kostenfreie Bus- und PKW- Stellplätze am Waldparkplatz Otzenhausen gegenüber des Keltendorfes.

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